Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 8. September 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-09-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EB6F-1.
8/9 Feiertag.― Mit Mito und Sorma, zufällig Herrn Scanavi im Meissl u. Schadn gespeist.― Die S. erkundigte sich nach ihrer ev. Rolle im Freiwild; spazieren mit ihr und ihm. Neulich sahen sie Freudlose Liebe und Rechte der Seele; waren über das Spiel sehr entsetzt. Hohenfels mißfiel ihr riesig; die Sandrock gefiel ihr auch nicht.― Sie spricht verständig.― Er ist ein lieber Kerl, ein bischen snob. Er hat in Venedig so viel gearbeitet;― Scanavi: hat morgen ein Rendezvous mit Rothschild und offer. mir eine Cigarre um 3 fl.―
Mit Mz. Rh. bei Uns.― Orgel in der Kirche gegenüber, immer um 5. Ich sagte: Das wird einmal in der Erinnerung sehr stark sein: so wie es jetzt ist, gibt es dem ganzen schon einen Hauch vom Vergangensein ― Leidinger soup.; Pepi Wagner, Toni, Schließmann.― Olga Dvorak erscheint im Kaffee Wortner, während ich mit Salten Billard spiele, hatte eben Schirm gebrochen, redete pathetisch hin und her à la Dilly, nahm eine Cigarette von mir, wird sie Dilly schicken.