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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 9. September 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-09-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EB70-E.

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Chronik

Mittwoch, 9. 9. 1896

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Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Moriz Ehrlich an Arthur Schnitzler, 9.9.1896

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

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Mittwoch, 9. September 1896

9/9 Nm. mit Mz. Rh. bei Uns.― Der Gedanke, wieder 3, 4, 5 Mal die Woche mit ihr zusammenzusein, war mir wieder einmal unangenehm, in Hinblick auf die Mißlichkeiten des „Quartier“.

― Abds. mit Gusti, in einem kleinen Vorstadtbeiselgarten, vollkommen leer; sie erzählt mir, wie Mz. I immer spricht von unsern Spaziergängen Abends in den Vorstadtgassen und Nachtmählern in den Vorstadtrest. ― wie sie nur vegetire. Tretmühle, in der Art wie sie auf andre seither wirke, sei etwas naiv kindliches ― wie sich nichts ändre;― und sie mußte aufhören zu reden, weil sie zu weinen begann.― Sonderbares Leben dieser Gusti: wie sie still und selbstverständlich ihre Jugend dieser Schwester hinopfert, seit jene durch eigne Schuld mich verloren hat.―

Nm. war Bahr bei mir. Burckhard hatte ihm gesagt: Sudermann hat nie so ein Stück geschrieben (wie das Frwld.) ― und ein andrer hätte 2 Stücke daraus gemacht.