Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 28. Juni 1905, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1905-06-28.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F780-D.
28/6 Vorm. Tennis.―
Nm. dictirt (Briefe, N. E., Rundfrage).
Mit O. beim „Steinböck“ genachtmahlt. Sie klagte über das langsame Vorwärtskommen bei Fanny Mütter und schrieb die ganze Schuld der Fanny M. zu, womit sie nicht durchaus recht hat.― Im weitern Verlauf (wir trafen Römpler) rief sie aus: „Es geschieht mir schon recht“; als bedeutete diese Verzögerung die metaphys. Strafe dafür, dass sie vom Schauspiel zur Oper übergegangen. Ich sagte ihr, dass es ihr freier Entschluss gewesen und dass sie auch heute noch zurückkönnte.―
Schrieb an Brahm, der etwas aegrirt schien, dass ich ihm nicht beide Stücke gäbe.