Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 23. April 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-04-23.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-055C-8.

Download

Chronik

Freitag, 23. 4. 1915

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Traumtagebuch

Traum vom 23. April 1915

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Weiteres

Freitag, 23. April 1915

23/4 Dictirt Briefe, Fliederbusch.―

Meine, nicht ganz unbegründete, Gereiztheit der letzten Wochen gegen O. steigerte sich zu einer Art Anfall, der des hysterischen Charakters nicht ganz entbehrt; sehr charakteristisch, dass ich mich danach, auch physisch irgendwie wohler, wie reconvalescent fühle.

Traum heut Nacht: Bin in der Direction des Burgtheaters; Rosenbaum, sehr verbittert macht große (Bücher?)packete, eine Anzahl liegt schon herum; der neue Direktor, Herr Clemenceau, etwa der Bruder des berühmten, also der Mann der Schwester der Hofrätin, tritt ein, ein Gesicht, das ich nie gesehn, sehr französisch, etwa Rochefort, eine Fliege am Kinn; sehr liebenswürdig, ich sage ihm, fabelhaft affectirt: „Enchanté de faire votre connaissance.“ ―

― Im Trioabend SchnabelGrümmerBusch. Schön, wenn nicht alle Musik, besonders Clavier und tiefe Töne so verdumpft für mich wäre. Manches hör ich gewissermaßen wie eine Erinnerung.― Nachtm. in der Pilsenetzer.