Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 10. Oktober 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-10-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0606-7.
10/10 S. In Regen und Sonnenschein spazieren Schafberg ― Salmannsdorf ― Dreimarkstein ― Sievring.―
― Nm. erzähl ich Lili die Geschichte vom Zaubrer weiter. Später kommt sie in mein Zimmer, ich soll ihr noch erzählen. Ich habe zu thun. „Aber da langweil ich mich ― so schenk mir was ―“ Endlich setzt sie sich auf mein Liegefauteuil und auf dem Lesepult schaut sie sich die Bilder in Ullsteins Weltgeschichte an.
Zum Thee Frl. Loewenstamm; erzählt von Krumau, wo sie Sommers gelebt und gemalt hat. Die ganz schamlose hochverräterische Haltung der Czechen, die die Russensiege feiern!―
Zum Nachtm. Vicki und Gustav. Mit Vicki das G Quartett von Schubert;― vorher Glazounow, Marche solenelle.