Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 11. Oktober 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-10-11.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0607-6.
11/10 Dictirt allerlei, Bücher- und Sitzeversendungen. Den Schmidls ihre Loge gebracht.―
Nm. kommt U. 29 uns ratfragen, wegen ev. Annahme der Vicecommandantenstellung in dem neuen großen Spital bei Grinzing; wo er gleich für Stephi eine Stellung hätte.
Generalprobe „K. d. W.“, in einer Parterreloge mit O.― Paul Goldmann mit Frau war u. a. drin; ging verlegen grüßend an mir vorüber; während wir mit seiner Frau sprachen. Empfand einen wahren Ekel vor dem unten überheblich wichtig sitzenden Recensentenklüngel ― wenn auch einzelne nette, ja gutmütige Menschen. Doch die Empfindung: „Ihr wagt es …?―“
― „Stunde des Erkennens“ war mir nicht recht sympathisch, es ist zu viel Theater ― wohl weils überhaupt nicht in einen Akt zu bringen. Auch war die Bleibtreu trocken und matt.― Die beiden andern versagten auch bei mir nicht. Himmlisch die Medelsky; nicht weit von ihr Tiedtke (Direktor). Walden in allen gut, ja famos.― Nachher nur ein paar Worte mit der Hofrätin, und Garda.―