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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 29. Jänner 1919, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1919-01-29.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0ABC-6.

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Chronik

Mittwoch, 29. 1. 1919

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A223

Datumsangabe auf Blatt von Zug der Schatten

Weiteres

Mittwoch, 29. Jänner 1919

29/1 Vm. dictirt „Der Vorige“ (Skizze); Autobiogr.―

Nachm. Salten, brachte wieder einen selbstgeschossnen Fasan. Politisches. Er findet, Juden haben sich nicht ins Ehegesetz zu mischen; war ferner für einen gemäßigten Bolschewismus;― Deutschland hätte jetzt Anschluß an Lenin und Trotzky suchen sollen. Einig waren wir in dem Ekel vor der Ententekriecherei gewisser deutscher Kreise.―

Nm. Tgb. 93 und Notizen dazu.―

Brief eines unbekannten sehr jugendlichen Alfred Kohn (wie denn nicht), aus dem ich entnahm, wie richtig ich doch, trotz all meiner Erfolge und meines Ruhms, und ohne jeden Verfolgungswahn meine Stellung in der Welt beurtheile. Mißverstanden wurden natürlich alle Künstler von Rang;― der Grad,― die Betonung ― und die Lauheit der „Verstehenden“ ist eben doch zum allergrößten Theil nur aus meinem Judenthum zu erklären.―

Abend Hptm. Matras, der meinen Beistand in allerlei lit. und geschäftl. Angelegenheiten erbat. Wir sprachen Politik ― und insbesondre über die Unterschätzung Oesterreichischen Geistes im Reich (Verlag Fischer u. a.).