Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 8. August 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-08-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0FC2-9.
8/8 München.― „Neue Secession“ (u. a. Schülein mit guten Sachen).― Hitze, Mattigkeit.― Mittag Rheinischer Hof.―
Zum Thee bei Schüleins. Ihr Portrait der Kleinen; seine Landschaften.― Ephr. Frisch und Frau; Chapiro und Frau.―
In der Gewerbeschau. Urfaust im Künstlertheater.― Ein Billeteur verlangte, da ich Billet zu Normal Preis hatte und Ausländer Valutazuschlag zahlen ― Paß mit Lichtbild;― da keinen mithatte;― verweigerte er Eintritt.― Ich erklärte: entweder müsse er mich herein lassen oder als Betrüger verhaften (da nicht einmal „Agnoszirung“ durch den zufällig getroffenen Siegfr. Trebitsch und Dr. Caspary halfen) ― endlich erledigte ein andrer Functionär (dem C. „Unannehmlichkeiten“ voraussagte) auch unwillig zu meinen Gunsten.― Als eben weggehen wollte,― auf dem Gang Zeiß (Intendant), mit ihm Bühne; lerne Faber (Faust) Wernicke (Meph.), Gerda Müller (Gretchen) kennen. Anständige Aufführung.―
Nachtm. Spatenbräu.―