Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 31. Jänner 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-01-31.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1072-1.
31/1 Immer schon nach 5½-6 Stunden Schlaf auf.― In dem trüben Morgenlicht wächst alles traurige und aergerliche ins unerträgliche.― Wieder vergeblich an O. zu schreiben versucht;― kann ihr nicht von Herzen gratuliren, da ich voll Bitterkeit bin;― vielleicht noch gesteigert durch die finanz. Situation.
― Gen. Probe „Elektra“ (Hugo) in der Burg. Mir war, als hätte die Musik die Seele des Stücks ausgesaugt; als Sprechdrama vertrug mans kaum mehr.―
Leo Feld (im Heimfahren mit Richard, Paula) berichtet mir, dass Paulsen sehr verstimmt gegen mich weil ich ihm die Beatrice nicht gegeben. Kreislauf: Im Jahr 1900 Verstimmung zwischen mir und Burg ― weil ich (Schlenther) das Stück einreiche und er (nach Annahme) nicht spielt;― und jetzt Verstimmung,― weils das Burgth. will ― und ich es verweigere.
Nm. an „Else“.―
Z. N. bei Lichtensterns; dort Dr. Lincke und Frau, V. L.’s Schwester und Mutter, Bruder und Frau, Dr. Herzberg-Fränkel jun.―