Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 29. November 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-11-29.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-119F-E.
29/11 Vm. dictirt.― Briefe, Verf.―
Zu Tisch R. Lothar bei mir; will aus Berlin hieher übersiedeln. Verdient mit seinen Stücken viel Geld, hat vor einem Jahr wieder geheiratet; ist guten Muths und geschäftig wie nur je.―
Nm. zeigt mir Heini seine Franz Moor-Striche; wir sprechen einiges durch.
Salten kommt mit dem jungen Zsolnay, der einen Verlag gründet. Über den Namen („Verlag der Autoren“ oder „Hohe Warte“). ― Eventualitäten meine Werke betreffend; auch Übernahme der Ges. Werke erwogen. Angeregtes Gespräch über 2 Stunden.―
Nachher kam H. K. und war sehr amüsant.―
Las die aegypt. Geschichte zu Ende die mich sehr interessirt. Lese weiter die Henne Rhynsche dtsch. Culturgeschichte; Flaubert aeg. Tagebuch; Karamsin (reisender Russe); über „Religion“ von Popper-Lynkeus; deutsche Novellen aus der Tschechoslowakei (von Pick herausgegeben), fast durchwegs minderwertig.―