20/9 ― Vor dem Burgth. Begegnung mit Grace Palotta,― weißhaarig; die zehn Jahre in Australien war.
Probe. Keine Freude dran. Mit Brahm vertrag ich mich gut.―
O. erzählt mir zu Haus, daß Wucki ganz verzweifelt, in ihrem Zimmer sich verschließe.―
Hr. Oberingenieur Seligmann (Linz) besucht mich (hat über mich geschrieben).
Dr. Wittek, den Prof. Salz zur Aussprache über Erziehungsfragen O. empfohlen. Kluger netter Mensch. Viel kam naturgemäß nicht heraus. Mich machte das Gespräch ziemlich ungeduldig; und O. recht nervös ― insbesondre als sie von George sprechend ihn, nach dem Rituale „den Meister“ nannte.
Mit C. P. spazieren, Türkenschanzpark; mühseliges Gespräch. Kino;― schweigender Abschied.
Mit Wucki gesprochen, die sich nicht fassen kann.
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 1924-09-20
Schnitzler geht ins Kino, 20. September 1924
Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.
Schnitzler, Arthur an Pollak, Robert [Briefe]
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