Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 21. September 1924, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1924-09-21.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-12C8-E.
21/9 S. Spaziergang Dreimarkstein. Auf dem Rückweg bei Salten, den ich seit vielen Monaten nicht sah. Seine Leute in Venedig;― er kam von der Jagd.―
― Nm. mit O. gesprochen;― von Wucki ausgehend;― O. weinend ― ob sich der Wechsel vielleicht vermeiden ließe ― ― wenn sie nun einige Monate bei Lili bliebe. Ich erklärte nein ― und sie verstand so ziemlich.― Wir redeten dann über C. P. und Gr.― „Ob ich ihre Anwesenheit im Hause vertrüge.“ Ich. Besser als ich gefürchtet; aber ein Zusammenleben undenkbar (was ich auch nicht verschwieg).― Ich betonte meine ― und ihre Freiheit.―
Kolap kam; dictirt.― Nachtmahlte mit uns.―
Nachher kam Richard, der O. nun auch seit Jahren nicht gesprochen; erzählte von seinen Inszenirungsplänen eines engl. Stückes; hatte Zeichnungen dazu … ― nun spielt er sich damit herum.― Die Stimmung war nicht ganz rein. Kolap empfand doch: „Kein Mensch kann sich ändern.“ ―