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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 15. Mai 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-05-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-17FB-0.

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Chronik

Dienstag, 15. 5. 1928

Aufenthaltsorte
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Pollaczek: Schnitzler und ich
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Heinrich Schnitzler, 15. 5. 1928

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Hrsg. v. Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik und Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984. (PDF unter: https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/)

Kino

Schnitzler und Pollaczek sehen „Der Chinesische Papagei“ (Originaltitel „The Chinese Parrot“) im Zirkus Busch Kino, 15. Mai 1928

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Weiteres

Dienstag, 15. Mai 1928

15/5 Dinstag. Mein 66. Geburtstag.― Von O., Heini, Lili Blumen. O. sandte überdies Licht’s Sittengeschichte Griechenlands, Heini Gregorovius: Athen und Athenais und Bachofen: Griech. Reise; von Frau v. Klimbacher ein seidenes Taschentuch und Gorki Erinnerungen.― Später Blumen von Ama, von Frau Peritz-Boss aus Breslau.― Von den Geschwistern allerlei eß- und trinkbares.

Um 11 kam C. P., brachte ein Tischrund (beweglich);―

Autofahrt mit ihr über NeuwaldeggPreßbaumHochroterd, ― Heiligenkreuz (Hof und Kirche),― Brühl, aßen Hotel Hajek auf der Terrasse (außer uns 2, 3 Leute).―

Kurzer Spaziergang Königswiese; Erinnerungen beiderseits. Zurück; um 4 daheim. Las Zeitungen u. dgl.― Telegramm Moskau ― man erbittet Intervention für Bela Kun, Lukacs, Lippay (die in Wien verhaftet sind und denen bei Auslieferung nach Ungarn angeblich Todesstrafe droht).― (Kun „politischer“ Massenmörder.) ― Paul Wertheimer telef. über „Therese“.― Brief aus London wegen Therese-Übersetzung.―

Schöner, etwas kühler Frühlingstag. In meinem Garten Fliederpracht.― Ich notire dies und wehre melancholische Gedanken ab.

Hole C. P. ab („der junge Aar“, mit der Kallina, den ich sehen wollte, war abgesagt) ― Kino Busch im Prater, woselbst einige amerik. Possen und ein Film der chinesische Papagei (von besondrer Albernheit) herabgehetzt wurden. Dann (½11) ins Rest. Prochaska im Prater; wegen Kühle im geschlossenen Raum. Ziemlich leer; das verdächtige Homosex. Paar am Nebentisch.― Das Publicum im Prater (Wurstlprater), die zahlreiche Halbwüchsigkeit und die Zunahme eines unappetitlichen Verbrechertypus ―

― Daheim las ich Paléologue und den Roman der Fr. Gosewisch weiter.