16/5 Vm. Besorgungen.
R. L. Behandlung.― Sie blieb zu Tisch. Ihr Gatte ist in Wien (vermutlich zur Scheidung).
Nm. wieder so gut wie nichts.―
Hofr. Dr. Friedr. Hertz besucht mich. Anfangs schleppende Unterhaltung (seine Stellung;― Renner, der ihn ins Bundeskanzleramt gebracht.― Seipel jetzt sein Chef. Sein halbamtlicher Verkehr mit Amerikanern etc. Communismus, Rußland); dann (wobei es anregender wurde) geschichtliches (Spengler, Gibbon, etc.) ―
Z. N. bei Paula Schmidl. Allein dort;― etwas flau ― n. d. N. spielten wir (sie Violine) eine Haendel, eine Mozart eine Vivaldi, eine Bach Sonate.
ACDH
Austrian Centre for Digital Humanities
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Bäckerstraße 13
1010 Wien
T: +43 1 51581-2200
E: acdh-helpdesk(at)oeaw.ac.at
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Raoul Auernheimer an Arthur Schnitzler, 16.5.1928
Quelle: The Correspondence of Arthur Schnitzler and Raoul Auernheimer with Raoul Auernheimer’s Aphorism. Edited with introduction and notes by Donald G. Daviau and Jorun B. Johns. Chapel Hill: The University of North Carolina Press, 1972 (University of North Carolina Studies in the Germanic Languages and Literatures, 73).