Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 13. April 1929, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1929-04-13.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1948-8.
13/4 Früh Dr. Hoffmann. Steuerfassion.― „Letztwilliges“.
― „Dr. Abarbanel“; Warschau, jiddisch; Pelzhändler,― Essayist;― Verehrer;― auf Vergnügungsreise.―
Dict. Tgb. 21;― Träume.―
Nm. wenig oder nichts.―
Mit C. P. Kino, Serenade (Menjou). Linde soup.
Zu Haus las ich noch „Weg ins freie“ zu Ende. In den ersten Capiteln war ich recht flau gewesen ― ja geneigt, den Widerstand zu begreifen; manches als dilettantisch zu empfinden. Ein paar Capitel aber; und vor allem das letzte;― sind außerordentlich ― und auf einer Höhe wie kaum ein zweiter deutscher Roman.― Es ist im weitern und höhern Sinne schmerzlich ― (nicht als Eitelkeit-verletzend) dass ein Mensch wie Hugo aus tiefen Snobismen heraus einem solchen Werk gehässig gegenübersteht.― ― Wird man die Bedeutung dieses Buchs einmal ganz verstehn?― Wird es „bleiben“ …? Was heißt „bleiben“?―