2/1 ― Recht mäßige Nacht. Gegen Morgen ein unklarer Traum, in dem ich einen französ. Pass brauchte, um zu Menczels (an die Riviera?) zu gelangen.―
Nach Besichtigung einer (überflüssig) Doc.-Mappe bei Schwanhäusser Bildergallerie;― mit Suz. Niederländer besehn. Sie war das erste Mal in ihrem ganzen Leben in unserm Museum!― ― Sie hat sich von jenem Anfall noch nicht recht erholt, mußte meist sitzen, sieht nicht gut aus, denkt an eine Cur im Juni; und ich soll sie mit ihr machen.― Sie spricht von ihrem Roman, fühlt die Mängel (Legende, Tagebuch) ― und glaubt nicht, dass sie’s besser machen kann.
Bringe sie nach Haus;― fahre zu Julius’ ― wo ich gerade zum Anfang eines Familien-Traueressens komme.―
― Esse allein zu Haus.
Nm. Tgb. 27 weiter.― ―
Mit C. P. Wiedner Th., Abraham (Victoria und ihr Husar), Operette, nett;― dann Weingartl genachtm.―
ACDH
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Traum vom 2. Januar 1931
Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)
Holzapfel, Bettina an Schnitzler, Arthur [Briefe]
2 Bl.Abschr.