Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 23. März 1931, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1931-03-23.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1C0D-8.
23/3 Neulich Traum, Herm. Bahr krallt sich alpdruckhaft über mich gebeugt in meine Hand;― Schmerzen im Daumenballen links (wo ich eine kleine Erosion hatte ―) ― ich wimmre und flehe.―
Heute Traum;― bin mit Suz. (auf Reisen ― ?) ― zeige ihr den Punkt auf Landkarte; es ist Paris, aber doch nicht Paris, eher in der Schweiz;― wir haben offenbar über die Route nach Haus (Wien ―) oder ? nach Paris Differenzen; ich sage ihr: bedenke doch was es für mich bedeutet mit dir in Paris zu sein, und habe fast Thränen in den Augen, bin selbst beschämt über meine Sentimentalität;― zeige ihr die Linie: wenn wir nach Wien wollen, müssen wir ja nach Osten;― Suz. bleibt starr.―
Vm. dict. ich Briefe, und Tgb. 86.― Suz. kommt unangesagt, mit dem Brief von Mauprey, über den sie mir schon am Morgen telefonirt hatte;― wir besprechen die Antwort (Weites Land etc.); die Kleine, Rose M. ist mit; sie spielt und plaudert mit Kolap im Garten;― während Suz. oben bei mir ist. Heut Nachm. legt sie sich für 10 Tage ins Bett.
Abd. mit C. P. Kino „Afrika spricht“;― dann allein zu Haus genachtm.―