Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 18. August 1931, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1931-08-18.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1CA0-0.
18/8 Gmunden.― Brief C. P. (gekreuzt mit meinem, etwas einlenkend).―
Brief an Suz.―
Regen.― Spaziere mit Kolap; über die finanz. und die andern Schwierigkeiten.―
Der Traum von heut Nacht; u. a. ich, mit Heini und Schinnerer in Regen, Triest ― (Kleider gestohlen) ― von See zu See laufend.― Endlich ein Ort und See „In der Praegnanz“ ― Vorhang verhängt das Bad. Dämmerung.― Ich stürze mich ins Wasser; Schwimmen etc.― Ein schönes Wesen, (die junge Dame, die sich mir gestern vorgestellt als absolvirte Akademieschülerin, Verehrerin, Handelsangestellte, und deren Lieblingsrolle die Helene in Medardus wäre) ― ich schwimme zu ihr; Zärtlichkeiten mit stark erotischer Betonung.―
Ein Telegr. von C. P.: „Nicht Heinis Abreise aber Form Gefühl Einstellung deines Briefes entscheidend, leb wohl und alles gute für dich.“
Kolap reist Nm. ab.
Brief an C. P. noch nach Gastein: es sei jedenfalls besser uns jetzt nicht zu treffen.
Nm. Conditor.― Spazieren.―
Abd. beim „Schwan“ mit O. und Heini. Der Besitzer zeigt uns Gmundner histor. Bücher; wir reden über oesterr. politisches.