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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 9. 1895
Beer-Hofmann, Richard
Schönberg im Stubaital
Empfang: [11. 9. 1895 – 15. 9. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.197 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift nummeriert: »68«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 79.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 10. 9. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00480.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00480«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 10. 9. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 10. 9. 1895

Lieber Arthur, ich bin nicht in Kopenhagen; am Abend vor der Abreise entdeckte ich, daß ich gar nicht nach Kopenhagen wollte und sagte einfach ab. Ich hatte Sehnsucht, wirkliche Sehnsucht, allein zu sein. So einfach gieng es nicht. Ich mußte, oder, besser ließ mich bereden, in ein Compromiß zu willigen, nach welchem ich nicht sofort aber doch in 3–4 Tagen allein sein werde. Vorläufig ist |Frau Lou mit mir gereist; sie reist aber Ende der Woche ab. Offiziell ist sie verhindert nach Kopenhagen jetzt zu reisen und kann es erst im Oktober. Ich bitte das festzuhalten.
– Auch ihr gegenüber. –
Für alle Fälle habe ich an Gusti telegrafirt, ob sie nicht Ende der Woche kommen kann und warte auf Antwort. So will ich allein sein. Aber – übrigens das lässt sich besser besprechen, als beschreiben. Hier ist |es einfach herrlich. Das Dorf liegt über der Brennerstrasse  über 1000 Meter hoch zwei einviertel Stunden mit Wagen von Innsbruck. Absolute Ruhe, ein kleines Gasthaus – »Jagerhof« für Fremde eingerichtet, aber absolut nicht Hôtel. Heute übernachtete ich in einem Bauernhof, weil mein Zimmer erst heute frei wird. Aber Frau Lou kommt soeben an den Tisch. Adieu.
Herzlichst Richard
    Bildrechte © University Library, Cambridge