|k. k. Hofburgtheater
Direction Wien 15. 9. 95
Sehr verehrter Herr Doctor!
Ich bin so frei Sie herzlichst zur Leseprobe für Mittwoch 18 d. M. einzuladen. Es ist Alles in Ordnung. Ich bin leider an dem Tage in
Sprottau, Hr Sonnenthal wird die Leseprobe
leiten. Wenn etwas mit dem Dialect nicht zusammengeht,
machen Sie sich nichts draus, bei den Proben werde ich das schon ausgleichen. Eine
Rolle habe ich doch anders besetzt – die Katharina mit der Walbeck: die Bauer ist zu fein; ich
werde die Walbeck schon »zurückhalten«.
|Ich habe jetzt auch einen Einakter dazu,
der würdig ist und doch nicht im Styl widerstreitet: Giacosa’s Rechte der Seele.
Anfangs Oktober hoffe ich sind wir heraußen.
Herzlichst Ihr ergebener
DrBurckhard
DrBurckhard
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