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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 31. 1. 1896
Schnitzler, Arthur
Berlin
Empfang: [1. 2. 1896 – 5. 2. 1896?]
Beer-Hofmann, Richard
Wien
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, Kuvert, 2.200 Zeichen
Handschrift Arthur Schnitzler 1) Bleistift, deutsche Kurrentschrift
2) schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift (Umschlag)
Zufügungen
Versand Stempel 1:
  • Ort: Berlin W.
  • Datum: 31 1 96
  • Zeit: 9–10N
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 89–90.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 31. 1. 1896. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00531.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00531«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00531.html |titel=Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 31. 1. 1896 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1896-01-31 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 31. 1. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 31. 1. 1896

|Dr. Arthur Schnitzler, Berlin, Westminster Hotel.
|Herrn Dr. Richard Beer-Hofmann

|Lieber Richard,

Erstens ist Westminster Hotel ein Protzenhotel, wie mir von den verschiedensten Seiten versichert wird. Aber ich wohne doch dort. –
Zweitens war selbstverständlich der erste Mensch, dem ich begegnete, »College« Stümke, der zur Zeit Berlin vielfach anspuckt und mehr Unsinn redet, als (über den |Vergleich denk ich nächstens nach). Er fragte gleich nach der Brion. Ein Herr Ehrenzweig, den ich vorher kennen gelernt hatte (folglich war Stümke nicht der erste Mensch etc) und sich an meiner Seite befand, kannte die Brion natürlich auch. Ich ahnte fürchterliches. Aber wir schweiften ab (Ich meine es nicht so.)
Gestern war ich bei der Jüdin von Toledo und verliebte mich in |die Sorma; aber Kainz war ebenso herrlich.
Mit Brahm hab ich mich sofort gezankt, er hat das Kind der Katharina Binder gemordet – angeblich aus künstlerischen Gründen. Als ich dieselben widerlegte, stellte sich heraus, dass er überhaupt kein Kind zur Verfügung hatte. Ein paar Striche, die ganz überflüssiger Weise geschehn waren, machte ich wieder auf.
|Heute war Probe. Ich unterhielt mich sehr gut. Sie wollen mehr wissen? Gelegentlich.
Stümke möchte nicht in meiner Haut stecken (Gegenseitig!) Nemlich weil die Stimmung gegen Brahm sehr heftig ist und bei den Premièren »jedenfalls« auf Hausschlüsseln gepfiffen wird. Ich kann natürlich kein Auge zuthun. »Gehn S’, sein S’ fesch, |und kommen S’ her!« Glauben Sie, dass Librettisten auf Nachschlüsseln pfeifen? (Herrn Julius Bauer wohlgeboren)
– Wohin war mein erster Gang? Zu dem Hause, das ICH vor 8 Jahren bewohnt hatte. Jedes Poëtchen hat sein Pietätchen.
Schneit es in Wien noch so vehement, und wie geht es Paula? (Ja wenn Sie wüßten was ich ursprünglich in diese Klammer schreiben wollte!)
|Jarno läßt Sie grüßen; Sie waren seine erste Frage. Die Staglé ist engagirt, spielt im »zerbrochnen Krug« mit, der zur Liebelei dazu gegeben wird.
– Jetzt kleid ich mich um, gehe zum König Chilperich. Dann bin ich eingeladen. Si vous croyez, que c’est rigolo! – Womöglich als Zitat entnommen aus: Gyp: Le Mariage de Chiffon. Paris: Calmann-Lévy 1894, S. 47.
Grüßen Sie Salten, Hugo und manche andre. Schreiben |Sie mir.
Herzlich der Ihre
Arth
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale