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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [30.? 10. 1896]
Altenberg, Peter
Empfang: [30. 10. 1896 – 3. 11. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.280 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift auf das falsche Jahr datiert: »Nov 97«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »6«
Veröffentlichung 1
Kurt Bergel: Arthur Schnitzlers unveröffentlichte Tragikomödie Das Wort. In: Studies in Arthur Schnitzler. Centennial Commemorative Volume. Herausgegeben von Herbert W. Reichert, Herman Salinger. Chapel Hill: University of North Carolina Press 1963, S. 20 (UNC Studies in the Germanic Languages and Literatures, 42).
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler: Das Wort. Tragikomödie in fünf Akten. Fragment. Aus dem Nachlaß herausgegeben und eingeleitet von Kurt Bergel. Frankfurt am Main: S. Fischer 1966, S. 8–9.
Veröffentlichung 3
Peter Altenberg: Die Selbsterfindung eines Dichters. Briefe und Dokumente 1892–1896. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2009, S. 77.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Peter Altenberg an Arthur Schnitzler, [30.? 10. 1896]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00612.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00612«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00612.html |titel=Peter Altenberg an Arthur Schnitzler, [30.? 10. 1896] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1896-10-30 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 30. 10. 1896

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Peter Altenberg an Arthur Schnitzler, [30.? 10. 1896]

|Lieber Dr. Arthur Schnitzler:

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie tief mich ihre wunderbare Aufmerksamkeit ergriffen hat.
Sie haben einem Bankrottirer des Lebens zu seinen sparsamen Augenblicken des Glückes einen heiligen Augenblick hinzugefügt.
Mögen Sie, edler Sieger im Leben, nicht sich wundern, wenn Einer, der durch körperliche, seelische und ökonomische Leiden besiegt und zerdrückt ist, manchesmal mit Verwunderung auf Jene blickt, |welchen das Schicksal freundlicher lächelt. Mögen Sie mir es verzeihen, der ich die »ewige Bewegung«, das »innere Stürmen« für das Schönste halte, wenn ich mit Verwunderung auf ihren innigeren Freundeskreis blicke, in welchem uralte Greise wie Leo Ebermann und Gustav Schwarzkopf Stammsitze haben.
Merkwürdig, Sie waren der Erste, der mir über meine Manuskripte erlösende Worte sagte. Nun bringen Sie mir ein wundervolles Urtheil |von G. Hauptmann.
Sie haben sich immer fein und zart gegen mich benommen.
Möge in kommender Zeit ein freundschaftlicheres Zusammenleben mir Gelegenheit geben, meine keimenden Neigungen auswachsen zu lassen. Das wünsche ich mir!
Schreiben Sie mir aus Berlin. Sie erleben dort gewissehr viel. Ich selbst lebe in Sehnsucht nach meiner schwarzen Freundin Nahbadûh, diesem »letzten Wahnsinne meiner Seele«!
Ihr Peter Altenberg
    Bildrechte © University Library, Cambridge