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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 4. 1897
Schnitzler, Arthur
Paris
Empfang: 21. 4. 1897
Beer-Hofmann, Richard
Wien
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, Kuvert, 1.502 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
Stempel 2:
  • Ort: Wien 1/1
  • Datum: 21 4. 97
  • Zeit: 6–8½V.
  • Vorgang: Bestellt
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 101.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 19. 4. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00666.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00666«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00666.html |titel=Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 19. 4. 1897 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1897-04-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 19. 4. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 19. 4. 1897

|Herrn Dr. Rich. Beer-Hofmann

|Ostermontag, 19. 4. 97.
Lieber Richard, ich weisss ja doch nicht, wann ich endlich Lust zu einem wirklichen Brief bekommen werde; sschreib ich Ihnen lieber diese paar Worte, um Ihnen zu sagen, dass ich an Wien mit heftigem Widerwillen, aber an ein paar Menschen, die ich nicht zu nennen brauche, mit einer Art von nicht besonders |schmerzlicher Sehnsucht denke. Es geht mir ganz gut; aber es ist eine verwickelte Art von Wohlbefinden, so dass ich durchaus nicht verwundert bin, mich zu Zeiten sehr miserabel zu befinden. Ich bin natürlich nicht allein und doch viel allein; bin im wesentlichen frei und doch zuweilen gebunden; freue mich sehr hier zu sein, weiss aber nicht wieviel auf Rechnung der |Freude kommt, nicht in Wien zu sein. Viel hier interessirt mich – und doch hab ich bei den allgemeinern Eindrücken nicht das Gefühl, neues zu erfahren; es bestätigt sich nur das meiste. Ich glaube dass ich gerne hier leben würde; man verschwindet und ist durchaus nicht beleidigt. Dass Verkehr etwas sehr großes bedeuten kann, spürt man hier; nicht |durch Multiplicationen kann man das mit Wien vergleichen; es ist was andres; brutaler, schöner und gemeiner. –
Paul ist auf ein paar Tage nach Frankfurt. Mir schreiben Sie nur weiter (nur weiter ist gut) an die Adresse Pauls, die ist jetzt 10 rue de la Bourse. – Ich wohne woanders, angenehm. Schreiben Sie mir was es Neues gibt. Aber sicher, bitte. Grüßen Sie Hugo, Leo, Salten, Schwarzk, Paula und andere a discrétion. Ihr Arthur.
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale