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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 7. 1897
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Empfang: [9. 7. 1897 – 13. 7. 1897?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.261 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »8. Schnitzler«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 63.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 9. 7. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00696.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00696«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 9. 7. 1897

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Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
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Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 9. 7. 1897

|Ischl, Rudolfshöhe 9. 7. 97

Verehrtester Herr Brandes,

hier fällt mir ein Zeitungsblatt in die Hand, das von Ihrem Befinden schreibt, und aus dem ich nicht klug werde. Sie wissen, wie sehr wir Sie lieben (ich spreche noch im Namen einiger anderer Menschen), und ein Wort, das Sie mir schrieben, oder, wenn Sie wirklich noch lei|dend sind, mir schreiben ließen, brächte viel Beruhigung. Ist es viel verlangt, wenn ich Sie herzlich bitte, diese Zeilen nicht ganz ohne Antwort zu lassen?
Ich bin eben im letzten Drittel Ihres Shakespeare; langsam und mit einer tiefen Freude an dem wunderbaren |Entwicklungsgang, den Sie erzählen und einer gleichen Freude an dem unvergleichlichen Erzähler, lese ich dieses schöne Buch. Was ich immer ssehr an Ihnen bewundre, hier ist es wieder: wenn Sie ein Werk erklären, steigt der Mensch auf, der es geschaffen; wenn Sie einen Menschen schildern, seine ganze Zeit, und | so kommt aus allem, was Sie geben, der Schein und das Tönen des Lebens über die, welche es fassen können. Vor ein paar Monaten haben Sie mich gefragt, wie mir Ihr Shakespeare gefalle – so darf ich Ihnen das alssagen, ohne zudringlich zu scheinen. –
Ich hoffe sehr, gutes von Ihnen zu hören, und bald. Meine innigsten Wünsche sind um Sie. Ihr dankbarer ArthurSchnitzler.
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen