|Lieber Hermann,
vielen Dank für deine freundlichen Bemühungen. Neues hab ich freilich nicht zu
bemerken. Es freut mich sehr, dass Neumann Hofer gern meine nächsten Stücke haben möchte. Aber, so wenig |ich auch Reichtümer
verachte, – weder die 2 Prozente mehr noch die Möglichkeit ein Einreichungshonorar
zu
bekommen (was wohl auch an manchem andern Theater
gelingen mag) können mich bestimmen, die angenehme
Freiheit meiner Entschließungen durch einen Contract beschränken zu lassen. |Ich begreife nur eines nicht: wieso dieser Standpunkt nicht von allen andern Menschen
getheilt wird.
Wird man dich bald hier sehen?
Herzlich grüßt dich
dein ArthSch
dein ArthSch
Ischl, 11. 7. 97
Bildrechte © Theatermuseum, Wien