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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 7. 1897
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Empfang: [19. 7. 1897 – 23. 7. 1897?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 2.406 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »9. Schnitzler«, das zweite Blatt mit »18/7 97« gekennzeichnet
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 64–65.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 18. 7. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00705.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00705«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 18. 7. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 18. 7. 1897

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 18. 7. 1897

|Ischl, 18. 7. 97.

Verehrtester Herr Brandes,

Ich danke Ihnen herzlich, dss Sie mir sschnell eine Nachricht haben zugehen lassen. Vor allem entnehme ich ihr, dass jede Gefahr vorüber ist, und das ist ja das wesentliche. Auch scheint es, dss Sie schon wieder arbeiten dürfen – und sogar sich aergern – wenn das mit aerztlicher |Erlaubnis geschieht? Aber mir scheint wirklich, Sie sind mit den deutschen Übersetzungen ein bischen gar zu streng – die Leute, die nicht das Glück haben, Übersetzungen Ihrer Bücher mit dem Urtext vergleichen zu können, finden auch in diesen Übersetzungen irgend was und sogar sehr viel, das ihnen trotz Misverständnissen u Flüchtigkeiten (die ja uns großentheils entgehen) der ganze Georg Brandes zu sein scheint. |Freilich ahnt man oft, dass hier ein Zauber verloren gegangen ist, der unwiederbringlich ist; – aber glauben Sie mir, es bleibt noch immer so viel Zauber übrig, dass die meisten gar nicht dazu kommen, den fehlenden zu vermissen. Ich gehöre ja leider auch zu denen, die nicht dänisch verstehn – und Sie haben mir noch jedesmal, durch die schwächsten Übertragungen hindurch, wahrhaftig |viel gegeben!
Ich wusste nicht, dss Paul Goldmann Ihnen schon lange Zeit nicht geschrieben hat. Aber Sie können kaum ahnen, was dieser Mann zu thun hat. Ich bin im Frühjahr in Paris gewesen, und habe manche Tage mit ihm verbracht; er kommt überhaupt kaum je eine Viertelstunde zur Ruhe. Allerdings hat er etwas zu viel Gewissen und opfert meiner An|sicht nach der Frankf. Zeitg mehr von dem besten seines Lebens auf, als sie ihm je danken wird. Da der Gruss an meine Freunde wohl ihm und Dr. Beer-Hofmann gilt, hab ich ihn beiden mitgetheilt. Dr B. H. ist hier und dankt Ihnen vielmals; er verbindet seine besten Wünsche für Ihre baldige vollkommene Genesung mit den meinen.
|Eine Frage an Sie hatte ich mir schon neulich vorgenommen: Haben Sie die Skizzen von Altenberg gelesen? (Es ist ein Buch: »Wie ich es sehe,« der Autor hat es Ihnen wohl geschickt.)
Ich schreibe jetzt, nach einigen kleinern Erzählungen, wieder ein Stück und habe mehr Freude daran als von meinem letzten. Ob es besser wird, weiss ich freilich |noch nicht. Aber das Freudhaben ist ja doch das wichtigere. –
In wenigen Tagen fahre ich wieder nach Wien zurück; vielleicht erfreuen Sie mich bald wieder durch ein Wort; und wär es auch nur das eine »Gesundheit.«
Ich grüße Sie, hochverehrter Herr Brandes, in herzlichster Ergebenheit. ArthurSchnitzler
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen