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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1[4?]. 11. 1897
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [14. 11. 1897 – 18. 11. 1897?]
Bahr, Hermann
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 23326 Ba
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 5 Seiten, 1.965 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) Lochung
2) von unbekannter Hand das erste Blatt mit Bleistift datiert: »18. 11. 97« und beide Blätter nummeriert mit: »I« bzw. »II«
Veröffentlichung 1
18. 11. 1897. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 62–63 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 343–344.
Veröffentlichung 3
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 156–157.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 1[4?]. 11. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00740.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00740«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00740.html |titel=Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 1[4?]. 11. 1897 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1897-11-14 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 14. 11. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 1[4?]. 11. 1897

|Lieber Hermann, deine Ansicht betreffs dieser weitgehenden Rechte des Regisseurs und des Vorlesers – nach Belieben zu streichen u zu ändern! – theile ich durchaus nicht. In Hinsicht auf »Regisseur« und auf »streichen« könnte man ja manches zugeben; beim Theater handelt es sich nicht nur um einen Abend und das Mislingen des ersten kann natürlich die schwersten Folgen haben. Auch versteht |der Regisseur manchmal besser als der Autor, was des letztern Vortheil ist. Der Vorleser hat diese Entschuldigungen nicht für sich. Er hat einfach die Pflicht, die Dinge so zu lesen wie sie geschrieben sind. Ich will ihm noch etwas zugestehn: findet er das betreffende Werk zu lang und ist der Autor unerreichbar für ihn – z. B. dadurch dass er gestorben ist oder irgend einen andern Ausflug in |besondere Fernen gemacht hat, – so mag er kürzen. Kann er aber den Autor finden, so überlasse er ihm die Kürzungen oder lege ihm mindestens die seinigen (die des Vorlesers) vor. Aenderungen sind absolut unstatthaft, wenn sie nicht vom Autor selbst oder mit Zustimmung des Autors gemacht sind, wobei noch zu bedenken ist, dss auch gewisse Streichungen in ihrem Effekt nur dem |Sinne nach als Aenderungen zu gelten haben. Würdest du beispielsweise, um etwas naheliegendes zu citiren, den Schluss von »Die Todten schweigen« streichen, so würdest du auch aendern. – Wohin käme man also, wenn deine Idee über die Souveränität des Vorlesers zu Recht bestände!
– In meiner Nov. die du vorlesen willst, bitte ich dich zwei Lapsus’ zu corrigiren: Auf der vierten Seite, Zeile 22 ist der Satz zu streichen: »Die Scheiben klirren nur sstark, weil der Sturm –« (der Wagen ist nemlich offen, hat keine |Scheiben, die aus einer früheren Fassung stehen geblieben sind.) Auf der 16. Seite, Zeile 14, steht einmal Wohnzimmerthür statt »Wohnungsthür«. –
– Dass ich nicht dabei sein kann, wenn Du die Geschichte liest, bedaure ich wirklich. Du wirssie gewiss zu starker Wirkung bringen.
Herzlichen Gruss, dein
ArthSch
Wien, 14. 11. 97
    Bildrechte © Theatermuseum, Wien