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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 2. 1900
Schnitzler, Arthur
Wien
Weiterleitung: 19. 2. 1900
Pegli
Empfang: 20. 2. 1900
Beer-Hofmann, Richard
Sanremo
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 5 Seiten, Kuvert, 1.857 Zeichen
Handschrift Arthur Schnitzler 1) schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift (Umschlag)
2) Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand nachgesandt nach »poste restante Sanremo«
Stempel 1:
  • Ort: Wien 1
  • Datum: 17. 2. 00
  • Zeit: 11–12N
Stempel 2:
Stempel 3:
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 141–142.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 17. 2. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01014.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01014«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 17. 2. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 17. 2. 1900

Herrn Dr. Richard Beer-Hofmann

|17. 2. 1900.
Mein lieber Richard, Paul wohnt Berlin, Hotel Saxonia, in der Königgrätzer Straßesein Onkel heißt Fedor, und ich komme nicht nach Italien. Was ich mache? – eine Novelle schreiben, an der ich zeitweilig Freude habe, meinem Ohrensausen zuhören und dem was es bedeutet, – mich meistens einsam, oder besser vereinsamt, oder noch besser – |vereinsamend fühlen – Ihnen heut eine Beatrice geschickt haben – und Sie – ohne Neid – beneiden. –
Ich möchte aber auch wissen, was Sie machen, ob Sie sich wohl fühlen, ob sich Ihre Frau erholt hat, ob Sie was arbeiten, ob Sie Menschen kennen gelernt haben, ob Sie schon eine Nachricht von Hugo haben. –
Seit Sie und Hugo weg sind, bin |ich fast nie im Club. Wassermann, auch Leo sind beinah allabendlich bei dem asthmatischen Naschauer; ich war 2mal dort und habe bei dieser Gelegenheit einmal 21, einmal Poker mit Herzl und den Naschauerinnen gespielt. –
Ein neues Buch, von dem dampfenden Jüngling Messer verfasst, werd ich Ihnen schicken, damit Ihnen auch in Pegli ein|mal übel wird. – Der Roman von Wolff issehr anständig intentionirt und ohne Geschmacklosigkeiten
Mit Vergnügen les’ ich die Kuh Hebbel Biographie. Den Götterliebling heb ich mir auf einen Frühlingstag auf dem Land auf. Denken Sie, dss Ihr Buch erst vor 2 Tagen hier in den Buchhdlg angekommen ist. Frau Elly Hirschfeld – um Ihnen nichts zu verschweigen – isschon ganz, beinah ganz gesund, und Georg H. ist mir wieder viel |sympathischer geworden. Frau Fulda isseit ein paar Tagen in Wien, resp. Hietzing. – Schlenther hat die Bea. in im ganzen recht vernünftiger Weise zusammengestrichen u. ist jetzt auch für Kainz Dichter, Reimers Herzog. Aber ich bin wieder schwankend geworden. – Über die Beatrice schreiben Sie mir nichts; vielleicht sagen Sie mir noch einiges, wenn Sie wieder zurück sind. –
Leben Sie wohl. Von Herzen
Ihr Arthur
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale