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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 15. 7. 1900
Hofmannsthal, Hugo von
Bad Fusch
Empfang: [16. 7. 1900 – 20. 7. 1900?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.196 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Datum vervollständigt: »/7 900«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »163«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 140.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 15. 7. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01056.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01056«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01056.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 15. 7. 1900 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1900-07-15 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 15. 7. 1900

Aufenthaltsorte
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 15. 7. 1900

|Bad Fusch 15ten

mein guter lieber Arthur

wie die Dinge einmal eigensinnig und unbegreiflich sind, finde ich hier, in vollkommener Ruhe, bei unverstörten äußern Umständen seit 14 Tagen nicht nur nicht die leiseste Möglichkeit des Arbeitens, sondern ich versinke auch in eine solche Verdrossenheit, solche Gelähmtheit aller inneren Sinne, |dass ich ein Buch nach dem andern aus der Hand lege und weder am Morgen noch am Abend die geringste Freude habe. Nun ist mir vor 2 Stunden eingefallen, es mit einem Ausflug zu versuchen. Wie schön, wenn man in solchen Momenten nicht so weit auseinander wäre! Auch mein Rad ist in der |Brühl, ich will nicht abwarten, bis es herkäme, sondern fahre gleich nach Saalfelden, von dort mit der Post an den Hintersee, wo es sehr schön sein soll und von da entweder über Salzburg oder Golling oder sonst zurück. Ich sehne mich unendlich nach Dörfern, die ich noch nicht gesehen habe, nach kleinen Häusern am |Waldrand, Mühlen in einem tiefen Grund, Brücken, Alleen und andern solchen Dingen. Von Richard bin ich ohne irgend eine Nachricht seit Wien.
Papa ist gottlob wohl, meine Eltern grüßen Sie vielmals; bitte schreiben Sie mir bald, in 3 Tagen bin ich wieder hier.
Von Herzen Ihr
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge