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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1. 11. [1907]
Hofmannsthal, Hugo von
Rodaun
Empfang: [2. 11. 1907 – 6. 11. 1907?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.769 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »907«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »187a« und beschriftet: »?Date?«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 232–233.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1907]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01727.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01727«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01727.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1907] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1907-11-01 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 1. 11. 1907

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1907]

|R., 1. XI.

mein guter Arthur,

wir kämen ja sehr gern – aber ich arbeite jetzt (ungefähr seit 2 Wochen) jeden Vormittag jeden Abend. Durch einen Abend bei Euch verlöre ich einen Abend und den nächsten Vormittag (und vielleicht durch Nervosität mehr als das) also muss ich leider verzichten.
Nicht wahr Sie bringen das Gespräch dann mit Auernheimer auf mich und speciell darauf, dass er den »Rodauner Aestheten« |anführte als eine Figur die von Schaukal entzückt ist und der Schaukal für seinen Dreck (um den sich das Feuilleton dreht) becomplimentiert. Fragen Sie ihn bitte welche meiner Arbeiten einer ähnlichen Characterisierung die Handhabe bietet.
Ich habe es ssatt, nach 17 Jahren ziemlich ernsthaften Arbeitens in dieser Weise »ironisiert« zu werden – und in diesem Fall ist es ja kein Lausbubsondern jemand anscheinend Anständiger. Also wozu?
|Mein Stück ist ein recht sonderbares Ding. Wenns nicht misslingt – ist es viel wert, für mich meine ich. Jedenfalls gehen mir hie und da einige Ahnungen auf darüber wie das was man die Leute reden lässt wieder zurückwirkt auf die sogenannte Handlung (das Scenarium) u. s. f. u. s. f.Sehr einsam ist man in solchen Momenten, wie tief in einem Bergwerk nur im Finstern |irgendwo neben sich, aber weit, glaubt man einen andern hämmern zu hören.Sie z. B.So habe ich neulich den ersten Act vom »Ruf des Lebens« sehr aufmerksam gelesen, mit viel Gewinn (vielleicht auch für Sie.) Ich glaube das notwendige organische Stück steckt hier (wie natürlich). Sie sind aber wie mit geschlossenen Augen darüber hinweggegangen. (In der Scene MarieAdjunct steckt die Idee des Stückes.) Davon nächstens.
Ich glaube ich werde Sie plötzlich brauchen, zu Hilfe.
Adieu.
Ihr Hugo.
Ich wüsste gern, wie denn überhaupt A. zu meinen Arbeiten steht, z. B. den prosaischen.
    Bildrechte © University Library, Cambridge