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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 9. [1909]
Hofmannsthal, Hugo von
Bad Aussee
Empfang: [20. 9. 1909 – 24. 9. 1909?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.374 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »19/X 909.« und beschriftet: »Hofmannsthal«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »309«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »307«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 246.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 19. 9. [1909]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01877.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01877«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 19. 9. 1909

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 19. 9. [1909]

mein guter lieber Arthur

ich freue mich von ganzem Herzen dass Ihr ein zweites Kind habt. Ich kann mir denken dass Sie es sich im Stillen gewünscht haben, und es ist zu nett von Olga, dass Sie es Ihnen sofort geschenkt hat. Ja, ja, die |eigenen Frauen sind doch etwas sehr nettes und vielleicht noch netter als die Frauen der Andern, was meinen Sie, Sie geübter roué, emeritierter Anatol etc., Sie Julian Fichtner, Waldemar von Sala – nein der Sala bin ja ich!
Kurz, ich freue mich sehr, dass für Heini der einsame Weg nun zu Ende ist und eine kleine |Dämmerseele ihm Gesellschaft leisten wird, die sich hoffentlich bald zu einer griechischen Tänzerin entwickelt.
Ich hab Sie sehr lieb, mein lieber Arthur, und auch Ihre Arbeiten habe ich sehr lieb, das gehört ja dazu. – Von diesen allen hat mir aber die letzte: »Brüderlein Medardus Hiergeist« den allerschwächsten Eindruck gemacht, sowohl die Gestalten als die Fabel. |Kommt das vielleicht daher, weil ich beides nicht kenne?
Ich habe eine Spieloper gemacht, die glaub ich hübsch ist. (Nicht so hübsch wie der tapfere Cassian) Und ferner bilde ich mir in den letzten Tagen stark ein dass ich meine (äußerssehr veränderte) Florindocomödie in den nächsten Wochen fertig kriegen werde. Ich werde mich zu diesem Zweck etwas isolieren, vielleicht in München oder so.Auf ein gutes Wiedersehen und vieles sehr herzliche an Olga.
Ihr Arthur
    Bildrechte © University Library, Cambridge