20. 11. 1912.
Lieber und verehrter Herr Brandes.
Da ich leider nicht weiss, wo Sie abgestiegen sind, sende ich Ihnen diesen Brief in
die
Urania. Ich frage vor allem bei Ihnen an, ob
Sie uns das Vergnügen machen wollen am
Freitag Abend gegen acht bei uns
zu essen. Es wäre sehr liebenswürdig von Ihnen mir gleich nach Empfang dieser Zeilen
pneumatisch eine zusagende Antwort zu senden.
Morgen Abend, Donnerstag,
werde ich Ihnen nach Ihrer
Vorlesung
endlich wieder
die Hand drücken
können. Seien Sie willkommen in
Wien und
herzliche Grüsse.
[maschinenschriftlich:] Samstag Abend fahre ich nach
Berlin zu
den Proben meines neuen
Stückes. Sollten Sie den Freitag Abend schon vergeben haben, so schenken
Sie uns den
↓Freitag↓ Mittag gegen ½ 2.