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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 29. 7. 1918
Adam, Robert
Wien
Empfang: [29. 7. 1918 – 2. 8. 1918?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.636 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung von unbekannter Hand nummeriert: »5«
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.263, 209
Typ Brief
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 1.636 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 29. 7. 1918. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02291.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02291«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 29. 7. 1918

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Traumtagebuch

Traum vom 29. Juli 1918

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 29. 7. 1918

|Wien, 29. Juli 1918.

Hochverehrter Herr Doktor!

Besten Dank für Ihre Karte!
Ich bin seit gestern – denn der Urlaub ist zu Ende – wieder in Wien und habe heute früh den Dienst wiederangetreten. Eine Stellage und der Schreibtisch voll unerledigter Akten lassen mir die nächsten Wochen wenig erfreulich erscheinen; morgen ist der erste Verhandlungstag.
Den Urlaub habe ich, glaub ich, gut ausgenützt. Ich brachte von einem fünfaktigen Stück die ersten drei Akte, die Hälfte des vierten und den fünften bis auf die Schlußszene mit nachhause: die Arbeit der letzten zehn Tage. Hoffentlich bringe ich sie heut und morgen gänzlich unter Dach; so lange wird wohl die |»Kraft« noch anhalten. Aber dies Stück ist keineswegs das fürchterliche Kriegsdrama geworden, das ich in Andorf vorersschreiben wollte: ich war viel zu weit weg von Kriegsnot und Ärger, Hunger und Bitterkeit. Der heimkehrende Menschenfresser blieb liegen: vielleicht steht er im Winter wieder auf. Was entstand ist: Yppl, eine Idylle in 5 Akten aus der Zeit vor dem neuen Mittelalter – eigentlich eine Provinzkomödie, die den Mangel starker Handlung durch die Bezeichnung Idylle beschönigen will. Ich habe mit großer Lust und vielem Behagen diese vor sehr vielen Jahren halb-selbsterlebten Szenen niedergeschrieben und bin sehr begierig, ob sie auch Ihnen Spaß machen. Ich meine noch – denn ich bin ja noch nicht fertig –, daß man der Arbeit ansieht, wie eifrig ich im letzten Jahr meinen Molière studiert habe.
|Wenn ich Sie vor Ihrer Abreise noch sehen könnte, wäre es mir eine außerordentliche Freude. Ich habe selbstverständlich immer Zeit.
Mit den besten Grüßen Ihr sehr ergebener
Robert Adam
    Bildrechte © University Library, Cambridge