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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 21. 4. 1926
Brandes, Georg
Kopenhagen
Weiterleitung: Wien
Empfang: 12. 5. 1926
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.282 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »62«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 152–153.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 21. 4. 1926. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02470.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02470«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 21. 4. 1926

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Pollaczek: Schnitzler und ich
Pollaczek: Schnitzler und ich
Pollaczek: Schnitzler und ich
Wiener Schnitzler
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 21. 4. 1926

|Kopenhagen 21 April 26
Mein liebster Freund Sie sind einer der wenigen Menschen, dem ich nur Gutes verdanke, einen wahren geistigen Reichtum. Heute las ich zum zweiten Male – nach Monaten – Ihr tiefsinniges Drama über den Weiher, und verstand es inniger als das erste Mal, hatte meine Freude daran. Sie haben dort eine Saite angeschlagen, die in der Gegenwart selten gehört wird; Verse klingen heutzutage selten von der Bühne, und Sie sind zu den ausführlicheren Repliken älterer Zeiten zurückgekehrt. Aber Sie meistern diesen Stil, und Sie fesseln. Das Stück ist ein schönes Ganzes.
|Ich habe keine Zeitungen in deutscher Sprache, weiss deshalb nicht, ob das Stück aufgeführt worden noch ob es Erfolg hatte. Sie wissen, dass ich Ihnen jeglichen Erfolg wünsche. – Ich denke mir, dass ich Anfang Mai um meiner Gesundheit willen nach Karlsbad reise. Ich bin wol mehr als ein Dutzend Mal vor dem Kriege dort gewesen. Jetzt wird es wol dort, wie überall, ärmer sein. Die Sprache trennt mich leider von Ihnen. Mein deutscher Verleger, Erich Reiss, hat Fallissement gemacht. Alles was er mir schuldig war, seit Jahren, ist in Rauch aufgegangen.
Ich hoffe, dass es Ihnen und den Kindern gut geht. – Frau Gertrud Rung, die Sie freundlich empfingen, liebt Sie sehr. Ihr Freund Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge