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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 28. 3. [1895]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [29. 3. 1895 – 2. 4. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.467 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit schwarzer Tinte das Jahr »95« vermerkt
2) mit rotem Buntstift drei Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 28. 3. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02732.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02732«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 28. 3. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 28. 3. [1895]

Fondateur M. L. Sonnemann. Paris, 28. März.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris:

Mein lieber Freund,

Henri Alberts Artikel erscheint morgen oder übermorgen in der »Revue des Revues«. Ich sende Dir zwei Bürstenabzüge, einen für Dich, einen für Richard. Der Artikel hat manche Fehler in Auffassung und Ausdruck. Bahr ist zu sehr herausgestrichen, Du zu wenig. Aber im Ganzen gefällt mir die kleine Abhandlung und wird Dir wohl auch gefallen.
Über Deinen lieben ausführlichen Brief habe ich |mich sehr gefreut. Ich danke Dir einstweilen dafür und schreibe Dir nächstens.
Schreib’, bitte, an Henri Albert (21. Rue Jacob) ein paar Zeilen des Dankes. Auch Richard soll das thun.
Schreib’ mir, ob Dir der Artikel gefallen hat, ob ich Dir weiter Pariser Zeitungsartikel schicken soll, ob Ihr den Courrier Français bekommt? Die letzten beiden Fragen muß ich nun schon zum dritten Mal stellen. Oh! Oh! Oh!
|Bitte, bitte komm’ nach Paris!
Auch Richard soll kommen: es ist Frühling hier und große Schönheit.
Über das Buch von Andrian bin ich Zeile für Zeile und Wort für Wort Deiner Ansicht. Eine unreife Dilettanten-Arbeit, mit viel Selbstgefälligkeit, viel Unklarheit, viel Anempfindung und einigen schönen Wendungen. Solche Sachen läßt man in seinem Pult liegen und gibt sie nicht als Buch heraus. Es gehört die ganze Urtheilslosigkeit und |Gewissenslosigkeit eines Bahr dazu, um das als ein Literatur-Ereigniß zu proklamiren! Welch ein Verderber von Geschmack und Talent!
Aber nein, ich habe ja keine Zeit, Dir heut zu schreiben.
Auf nächstens also!
Grüß’ Dich Gott!
Dein treuer
Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar