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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 20. 10. 1911
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [20. 10. 1911 – 24. 10. 1911?]
Salten, Felix
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.1751
Typ Brief
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 1.717 Zeichen
Herstellung maschinell
Zufügungen
Ordnung mit schwarzer Tinte Vermerk »Salten«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 675–676.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Felix Salten, 20. 10. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02949.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02949«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 20. 10. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 20. 10. 1911

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 20.10.1911?

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 20.10.1911?

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Felix Salten, 20. 10. 1911

|Wien, 20. 10. 1911.

Lieber,

Ihre zwei Feuilletons sind – muss man es erst sagen – sehr schoen. In Hinsicht auf sehr Wesentliches aber bin ich voellig anderer Ansicht, muss es sein, nicht nur weil ich das Stueck geschrieben habe, sondern weil ich zu der ganzen Frage der ethischen Werturteile, ueber Figuren innerhalb von Kunstwerken offenbar anders stehe wie Sie.
Darf ich Ihnen ein verwunderliches Missverstaendnis aufklaeren, das Ihr Feuilleton im »Lloyd« enthaelt? Hofreiter denkt nicht daran am Schluss des Stueckes »ein braver Kindesvater« zu werden, so wenig ich daran gedacht habe, das irgendwen glauben zu machen. Und es liegt nicht der leiseste Grund vor, mir so etwas, was wirklich eine Banalitaet waere, zuzumuten. (Ausser bei Ihnen habe ich diese Zumutung nur unter Dutzenden ein einziges Mal gefunden). Erinnern Sie sich nur: Genia in ihrem letzten Gespraech mit Hofreiter besinnt sich ploetzlich: »Percy kommt«. Darauf er: »Den erwart ich noch – denn die Andern – na! (Handbewegung)«. Er ist also jedenfalls entschlossen ihn zu erwarten; und dass er dann, wenn die Stimme Percys im Garten toent, so weit bewegt ist (gerade in der Empfindung: nun ist das auch zu Ende), um leise aufzuwimmern, das ist meines Erachtens kein Anlass zu vermuten, dass damit eine Art innerer Umkehr eingeleitet oder angedeutet sein sollte. Ich war himmelweit davon entfernt ein solches Missverstaendnis auch nur fuer moeglich zu halten. (Sonst haette ich Hofreiter am Schlusse ausrufen lassen: »Nun auf nach Amerika«).
Naechsten fahre ich ueber Prag, Dresden nach Berlin und Hamburg, dort »Beatrice«, »Weites Land«, »Anatol« zu sehen. Wann ist die Dagobert-Generalprobe? Darf man ihr beiwohnen?
Auf baldiges Wiedersehen.
herzlichst Ihr
 
Felix Salten
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar