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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 5. [1903]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [14. 5. 1903 – 18. 5. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3173
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.047 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »903« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 5. [1903]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03372.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03372«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 13. 5. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 5. [1903]

Berlin, 13. Mai.

Mein lieber Freund,

Ich sende heut an Olga die versprochene Tischglocke ab. Ich konnte sie nicht früher senden, weil ich seit meiner Rückkehr aus Wien ohne Diener war, der mir das Paket hätte machen und expediren können. Entschuldige mich bei Olga wegen der Verspätung und grüße sie herzlichst.
|Ich habe in letzter Zeit Oscar Wilde gelesen und in ihm einen der glänzendsten modernen Geister gefunden. Lies’ »Fingerzeige«, in der Übersetzung von Greve (Verlag von Bruns in Minden). Die beiden Dialoge über die Kritik als schaffende Kunst geben wieder, was ich im Innersten über die Kritik denke, – mit den  |Worten eines großen Dichters und sprühenden Geistes allerdings, die ich nie im stande gewesen wäre zu finden.
Meine Musset-Übersetzung ist in Frankfurt durchgefallen. Musset scheint nicht mehr bühnenmöglich zu sein; ich habe mich durch den glänzenden Dialog irreführen lassen. Wahrscheinlich ziehe ich das Stück nun auch in |Berlin zurück.
Ich vermisssehr Deine lieben Nachrichten. Wie geht es Dir? Warum schweigst Du so sehr?
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldm
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar