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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 8. 1930
Goldmann, Paul
Bad Ischl
Empfang: [17. 8. 1930 – 21. 8. 1930?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3176
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.187 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Datumszeile unterstrichen und drei weitere Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 8. 1930. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03482.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03482«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 16. 8. 1930

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Hedy Kempny an Arthur Schnitzler, 16.8.1930

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Suzanne Clauser, 16. 8. 1930

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Hrsg. v. Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik und Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984. (PDF unter: https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/)

Traumtagebuch

Traum vom 16. August 1930

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 8. 1930

16. 8. 30.

Mein lieber Freund,

Ich danke Dir für Deine Karte aus Le Prese, u. ich habe mich sehr gefreut, daß Du meiner gedacht hast.
Jugend – es geht mir gerade fortwährend im Kopfe herum. In wenigen Jahren, wenn ich es erlebe, was nicht sehr sicher ist, bin ich siebzig. Ich kann es gar nicht verstehen. Denn das Ich, die eigentliche, die innere Persönlichkeit, ist dieselbe geblieben, wie stets, ist nicht gealtert, |ist nicht über die Mitte der Sechzig hinaus u. wird nicht siebzig sein. Der weißhaarige alte Herr, den mir die Spiegelscheiben der Schaufenster zeigen, dem die Mädchen auf der Trambahn ihren Platz anbieten, – das soll ich sein? Aber es ist doch nicht möglich! Das Eigentliche ist doch noch nicht gekommen, das, was getan werden sollte, ist noch nicht getan! Das Leben, das ich nicht gelebt habe, das ich so gern leben möchte, soll vorüber sein? Ich kanns nicht begreifen. . . . . 
|Nur ein Gutes ist: wenn das Nichtmehrwissen kommt, wird man auch nichts mehr von all’ dem Verfehlten u. Versäumten wissen, wird man auch nicht mehr zu bereuen brauchen. . . . . 
Herzliche Grüße an Dich (auch von Frau u. Tochter)! Und Empfehlungen an Deinen Sohn!
Dein
Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar