|11. 8. 902
Hntrbrl.
lieber Gustav, ich habe Sie gestern Nachmittag aufgesucht, um Ihnen die Nachricht von der am 9., Nachmittg 4, unter normalem Verlauf erfolgten Geburt eines Jünglings zu überbringen, und bei dieser Gegenheit durch Dr Max erfahren, dss Sie nach Strobl abgedampft sind. So sehr ich das einerseits bedaure, so bin ich |doch anderseits vollkommen einverstanden und zolle der Energie des Herrn Hiller meine vollste Anerkennung (Grüßen Sie ihn bitte und seine Frau – ich habe natürlich vergessen zu condoliren, entschuldg Sie mich vielleicht?) – Hoffentlich behagen Sie sich dort so wohl, dass Sie ein paar Wochen bleiben, was ich, wie Sie wissen, für recht |vortheilhaft fände. Am Ende stürzen Sie sogar an der Luft etwas zu arbeiten, was ich, wie Sie gleichfalls wissen, für das allervortheilhafteste hielte.
Hier ist alles wohl, grüßt Sie, soweit es zu solchen Intelligenzäußerungen fähig ist, vielmals und wünscht Ihnen einen sehr |angenehmen, wetter- u launegesegneten Aufenthalt.
Von Herzen Ihr
Arthur
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