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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 7. 1900
Schnitzler, Arthur
Reichenau an der Rax
Empfang: [10. 7. 1900 – 14. 7. 1900?]
Schwarzkopf, Gustav
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.398 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 386–387.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 9. 7. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04080.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04080«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 9. 7. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 9. 7. 1900

lieber Gustav, seit Donnerstg Abend bin ich hier. Sie haben wohl meine Karten bekommen. Ein paar Tage hab ich in Altaussee zugebracht, dann kam eine schöne Radtour ins Gesäuse, wo es ein paar recht angenehme Stunden gab. Hier hab ich mich ans Arbeiten gemacht; das  Scenarium der 5aktigen Komödie entworfen und die Nilquellen neu begonnen, deren erste mis|glückte Fassung Sie kennen. Ich folge ganz Ihren Rathschlägen in der »Umarbeitung«. Meine Novelle haben Sie wohl durch die Grünwald erhalten. Bitte behalten Sie sie (die Novelle!!) vorläufig ruhig in Ihrem Hause. Falls Sie mir was darüber sagen wollen, mündlich. Am liebsten natürlich hier, in Reichenau. Entschließen Sie sich doch ein bischen herzukommen. Im Curhaus lebt sichs angenehm und nicht theuer. Die Reise ist nicht weit wie |Sie wissen. Sie finden außer mir meine Mama, meine Schwester. In Edlach Schwägerin und Neffen. – Vormittags plauder  ich gewöhnlich mit einer nicht hübschen (das zu Ihrer Beruhigung) aber ausnehmend gescheidten jungen Dame, derselben, die ich dem Brahm empfohlen. (Halten Sie das »junge Dame« nicht für verdächtig!) – Ich bleibe hier wahrscheinlich bis gegen den 20., dann komm ich jedenfalls auf ein Reihe von Tagen |nach Wien. Aber das darf Sie nicht umstimmen, wenn Sie schon nahe daran waren, meiner Auffordg von Seite 2 zu folgen. Jedenfalls hoff ich sehr bald von Ihnen zu hören.
Von Herzen Ihr
Arthur Sch
    Bildrechte © University Library, Cambridge