|Dr. Arthur Schnitzler 22. 7. 910
lieber Gustav,
ich habe Sie
ge
stern aufge
sucht
und bei die
ser Gelegenheit erfahren, daß Sie
schon fort
sind; ich dachte Sie wollten
er
st Ende die
ser Woche abrei
sen. Meinen
Bruder hatt’ ich brieflich interpellirt, aber keine Antwort
erhalten, bis er
|vorge
stern Abend per
sönlich
er
schien – und
sich in der
erwarteter Wei
se äußerte: da
ss er Krankheitsfälle nicht aus der Ferne beurtheilen
könne. Soweit
sich theoreti
sch-medizini
sches daran knüpfte, ent
sprach es ungefähr den
An
sichten, die ich Ihnen gegenüber ausge
|sprochen. Den
Chirurgen
Wiesinger ke
nnt mein
Bruder dem Namen nach als
sehr tüchtig. –
–
Montag oder
Dinstag will ich,
↓(↓wahr
scheinlich
↓)↓ O
allein, da
Olga zu viel im
Haus zu thun hat, aus dem die Handwerker
noch nicht ver
schwunden
sind) auf ein paar
|Tage auf den
Semmering (vielleicht
über
Mönichkirchen.) Ihr
Bruder gab
mir die Hoffnung, da
ss Sie
auch hinauf
kommen wollen, we
nn ein Zimmer frei wird. Jedenfalls
sehen wir uns. Meine Adre
sse:
Südbahnhotel.