|Mein lieber Gustav, aus dem Tun wird es allmälig Ernst, u es ist
wirklich schad, dss Sie nicht einmal auf ein paar Tage da oder dort dabei sein
können. Ich verlasse Ischl morgen und denke (auf
einem Umweg) Sonntag in Salzburg zu sein; Richard (auch Hugo und so weiter), event. Leo Vanjung sind dort. Montag 13. verlassen wir Nachmittags |Salzburg; in Innsbruck am 16. stoßen Kerr & Goldm. uns. –
Ich habe mich hier diesmal gar nicht wohl gefühlt, versagen meist
recht tief verstimmt, aus psychischen u psych. Gründen. Gearbeitet hier nahezu
nichts, denken Sie, dss Frl. Marie E. hier 3 Tage war – zugleich mit mir – was ich aus |einem Brief erfuhr, den sie von Ischl nach Wien
gerichtet und der mir hieher nachgeschickt wurde, und dass ich sie nicht gesehen
habe. Heute dürfte sie in Wien sein. –
Die Pension ist mir heuer recht
zuwider; es überquillt von Familie, einzeln sind beinah alle nett, aber die
Masse stört. Gestern |erschienen Wassermann u Wolff, die nach Alt-Aussee fahren. Ich war gestern dort und habe auch die Speyerinnen besucht. Da ich mit Rad dort war, regnete es von ½ 2 an. –
Haben Sie die Renate gelesen? Ich werde Sie von den Reise aus häufig grüßen. Wir wollen von Schruns nach Pontresina, dan Bormio, Stilfserjoch,
Meran. Ehrlich: ich fürchte, wir sind zu
viel zum wandern. Leben Sie wohl. Meine Mama dankt |herzlich für Ihre Grüße. Es geht ihr recht gut. Sie reist wahrscheinlich Gisela in die Schweiz entgegen.Richard hat den 1.
Akt seines Stücks
vollendet.
herzlichst Ihr ArthurS
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