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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: zwischen 23. 8. und 25. 10. 1903
Schwarzkopf, Gustav
Wien
Empfang: Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96a
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 3.006 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »Anfang 904«, unter dem Text mit Namen versehen: »Schwarzkopf«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, [zwischen 23. 8. und 25. 10. 1903?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04318.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04318«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 23. 8. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 23.8.1903

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, [zwischen 23. 8. und 25. 10. 1903?]

|Bei Wegrat, ohne Johanna. Dafür Irene, die von Fichtner Nachricht geben kann. Verhältnis zwischen Mutter und Sohn eindringlicher gestaltet, in einer Scene zwischen beiden die innige Zärtlichkeit gezeigt, die Mutter erwähnt gelegentlich das Bild, das sie als junges Mädchen darstellt, und das im Besitz Fichtner’s sein muß. Die Figur der Mutter mehr herausgearbeitet mehr in den Mittelpunkt gerückt, wozu auch in einer Scene mit Irene Gelegenheit. Der Doktor müßte anknüpfend an den Satz »glücklich machen ist besser als schuldlos sein« der kranken Frau nur sagen, daß sie nun, wenn ihre Tat nicht als Betrug gelten soll, auch dafür zu sorgen habe, daß dieses Glück nach ihrem Ableben nicht zerstört werde, daß ihr Gatte nie die Wahrheit erfahre, daß aber Gefahr drohe, da der Egoist Julian, wie man aus Felix’ Bericht entnehmen müsse, Lust zu haben scheine das Geheimniß ohne Rücksicht zu enthüllen, den Sohn an sich zu reißen. Die Frau verspricht von Julian Verschwiegenheit zu fordern. Schluß des Actes, ein |Ohnmachtsanfall der Frau , der auf den nahen Tod hinweist. (Der Act könnte auch damit beginnen, (daß (wie im ersten Stück) der Doctor und ein berühmter Professor über den Zustand und das nahe Ende der Frau sprechen)
 
Zweiter Akt.
Bei Julian, er erfährt von Irene den Tod der Frau Wegrat. Dann Scene ungefähr wie bisher, nur daß Irene eigentlich von ihnen Abschied nimmt, sie heiratet einen Mann der sie achtet, der alles weiß; sie ist es endlich müde, immer nur um Verzeihung zu betteln und ihn anzuschmachten; man sieht wie schmerzlich es Julian ist auf diese Gewohnheit zu verzichten daß er an Irene in der letzten Zeit immer wie an eine letze Zuflucht gedacht hat. Dann der Doctor, der im eigenen Auftrag kommt, das von Julian zu fordern, was die Verstorben von ihm fordern wollte. Er sagt, daß sie die feste Absicht hatte, |daß er in ihrem Sinnspreche; wird von Julian hochmütig zurückgewiesen, der sich jede Einmischung in seine Angelegenheit verbietet. Dann Julian mit Felix, der aber ganz arglos ist und schon von der Andeutung peinlich berührt und erschüttert ist. Schluß wie bisher. »Ich komme morgen – zu Dir«
 
V. Akt
Bei Wegrat. Felix, Doctor, der zu eruiren fucht ob Julian schon gesprochen. Felix abreisend dann Felix und Wegrat. Felix sagt Wegrat, daß er auf seine Absicht, sich der Reisegesellschaft anzuschließen, verzichten will um bei ihm, dem Einsamgewordenen zu bleiben. Wegrat nimmt dieß Opfer nicht an mit Motivirung wie bisher, was Felix erkennen läßt wie selbstlos dieser Vater ist, zu dem er bisher kein rechtes Verhältnis gefunden (müßte er schon im ersten Akt in der Scene mit der Mutter sagen) Dann Julian. Scene wie bisher. Wegrat ab.
|Felix. Julian. Julian erzählt seine Geschichte und beansprucht Felix für sich. Felix kalt: Was Sie da sagten beschimpft meine Mutter. Es ist nicht wahr, es darf nicht wahr sein, verstehen Sie. Und wenn es wahr wäre! Was könnte dieser Mann, der so erbärmlich gegen meine Mutter gehandelt, für mich sein, welche Rechte hätte er an mich? Was sind Sie für mich: Was sind Sie neben dem Manne, der wirklich mein Vater war. – Dann Schluß wie bisher.
    Bildrechte © University Library, Cambridge