Sehr geehrter Herr Doktor!
Vielleicht – wahrscheinlich – wissen Sie bereits,
dass Herr
Harden am
27. u
28. d. Vorträge
hier halten wird. Für den ersten, am
27.,
der zum Besten des
socialen Hilfsvereins im
Saal der Ingenieure u Architekten stattfinden wird, bin
ich gewissemassen mit verantwortlich, und
deshalb wünsche ich sehr, er möchte befriedigend
ausfallen. Darunter verstehe ich hauptsächlich
ein intelligentes Publikum und ich möchte bei
Zeiten dafür sorgen, dass der
Saal vorwiegend
mit solchem gefüllt werde. Vielleicht wollen
sie die Güte haben, mich dabei zu unterstützen?
Die Karten werden in der
Manz’schen Buchhandlung zu haben sein. Doch nehmen die
Damen vom Comité jetzt schon Vormerkungen
entgegen oder senden auf Wunsch die Billets;
und es empfiehlt sich, sich bei Zeiten zu
versorgen, da wir natürlich Denen, die zuerstkommen, die besseren Plätze geben können.
Wenn
Sie also für sich oder Angehörige und
Freunde Bedarf haben, bitte ich, sich an
Fräulein
Helene Migerka,
Wien, II/2, Czerningasse 7 zu wenden. Der Preis der
Karten ist 10, 8, 6, 4, 3 und 2 Kronen
↓(Stehplätze.)↓
|Nach dem Vortrag wollen wir uns
mit Herrn
Harden in einem Hôtel zusa
mmenfinden und es würde ihn gewis besonders
freuen, wenn auch Sie dabei wären. Ich
würde mich ebenfalls freuen, Sie bei dieser
Gelegenheit wiederzusehen. Das Nähere: Hôtel,
Stunde, Couvert u. s. w. ist noch nicht vereinbart. Sobald wir ungefähr wissen, auf
wie
viele Theilnehmer wir rechnen können, werden
wir uns über alle Details einigen.
Der »
Schleier du Beatrice« kommt also
doch heraus? Ich freue mich darüber. Vielleicht fällt die
Première übrigens gerade mit
Hardens kommen zusa
mmen. In diesem Fall
müssten wir freilich auf Ihre Theilnahme verzichten.