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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [Anfang?] April 1896
Rilke, Rainer Maria
Prag
Empfang: Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 84
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.714 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Vermerk: »Rilke«
Veröffentlichung 1
Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Ihr Briefwechsel. Mit Anmerkungen herausgegeben von Heinrich Schnitzler In: Wort und Wahrheit, Jg. 13, Nr. 4, April 1958, S. 282–298, hier S. 283.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Rainer Maria Rilke an Arthur Schnitzler, [Anfang?] April 1896. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04534.html (Abfrage 11. 9. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04534«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 1. 4. 1896

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Wiener Schnitzler
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Rainer Maria Rilke an Arthur Schnitzler, [Anfang?] April 1896

|Prag, im April 1896.

Hochwerter Meister,

Das erste Heft meines Volks-Gratis-Unternehmens »Wegwarten«, das ich mit Liedern im Volkston erfüllt habe, hat viel Beifall gefunden. – Ich habe mir seinerzeit auch erlaubt, Ihnen ein solches Liederheft zu übersenden. Dieses neue (II.) »Wegwarten«-Heft dürfte zweifelsfrei Ihr Interesse in höherem Maße beanspruchen, da es eine kleine »moderne Scene« bringt.
Es liegt mir viel daran, das Urtheil des von mir hochgeschätzten Dichters der »Liebelei« zu vernehmen. –
Das war der Grundgedanke, der mich bei der »Wegwarten«-Gründung leitete. |Von nächstem Hefte an werden die »Wegwarten« Organ eines Bundes »ModernerFantasie Künstler«, oder wie ich den Bund nennen werde. Die gemeinschaftliche Idee der Mitglieder ist: Modernes Schaffen, Unterwerfung unter die Macht der »Stimmung«, der intimenfantasievollen Stimmung! –
Mitglieder sind Dichter und auch bildende Künstler. Wenn Sie, Herr Doctor, dieser Idee, diesem Leitmotiv nicht ferne stehen, dann werde ich Sie von dem Fortschreiten meines Planes unterrichten. Jedes Mitglied erhielte dann 60–100 Wegwartennummern (frei) zu freier Vertheilung. . . . . . 
Doch ich ermüde Sie mit dieser Langathmigkeit, ohne mich vorher vergewissert zu haben, ob mein Plan Ihr Interesse hat.
Ich wünschte es von ganzer Seele!
In größter Verehrung
RenéMRilke
    Bildrechte © University Library, Cambridge