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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 1. 1902
Rilke, Rainer Maria
Westerwede
Empfang: [20. 1. 1902 – 25. 1. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Veröffentlichung 1
Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Ihr Briefwechsel. Mit Anmerkungen herausgegeben von Heinrich Schnitzler In: Wort und Wahrheit, Jg. 13, Nr. 4, April 1958, S. 282–298, hier S. 291–292.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Rainer Maria Rilke an Arthur Schnitzler, 19. 1. 1902. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04543.html (Abfrage 11. 9. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04543«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 19. 1. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 19.1.1902

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Rainer Maria Rilke an Arthur Schnitzler, 19. 1. 1902

|Westerwede bei Worpswede, am 19. Jan. 1902

Mein lieber Doctor Schnitzler,

alles was Sie tun, (und wie lieb, daß Sie es versuchen wollen!) ist mir recht. Ich vertraue Ihnen ganz. Sie können Bahr oder Singer ins Vertrauen ziehen und wen Sie sonst wollen. — Bahr ist ja wohl, seit seiner Trennung von der »Zeit«, an einer |großen Tageszeitung tätig? Für eine richtige journalistische Beschäftigung fehlt es mir ja wohl an Manchem, aber regelmäßige Berichte, besonders nach außen, könnte ich in gleichem Maße für Zeitungen wie für Zeitschriften auf dem neulich angedeuteten Gebiete übernehmen. Wenn ich Ihnen später Auskunft über einige Punkte geben soll, bin ich natürlich jeden Augenblick dazu bereit, wie ich, wo es not tut, — schriftlich jede Verbindung anknüpfen würde, zu der Sie raten. Und vielen herzlichen Dank für alles. Ich hätte auch Wassermann von meiner Situation geschrieben, — der ja ein Zeitgenosse meiner Münchner Tage ist — aber es fällt mir schwer. . .  Wenn Sie meinen, daß er etwas tun kann, würde ich es trotzdem versuchen. Es ist eine bange Zeit.
Gestern habe ich Ihnen »Das tägliche Leben« geschickt. Nach dem berliner Lacherfolg haben mir Direktor Lautenburg und der Regisseur Doktor Zickel sehr liebe Briefe geschrieben voll Vertrauen und Freude an meiner Arbeit. Und in mir selbst ist das treue zu-meinem-Stücke-halten auch nicht einen Augenblick erschüttert worden. Es ist mir lieb, wie vorher, und deshalb sende ich es Ihnen. Und würde mich sehr freuen, wenn es an Ihnen einen Freund gewänne!
Dankbar der Ihre: Rainer Maria Rilke
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