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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [4. 4. 1892?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [4. 4. 1892 – 8. 4. 1892?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.362 Zeichen (aufgeprägtes Wappen)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »Anf April 92« und nummeriert: »24«
Editorischer Hinweis eine Doppelseite fehlt; diese wird nach der Abschrift zitiert
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 19–20.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [4. 4. 1892?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00092.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00092«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00092.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [4. 4. 1892?] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1892-04-04 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 4. 4. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [4. 4. 1892?]

|Lieber Freund.

Ich habe ausdrücklich und wiederholt gebeten, meinen Namen als Übersetzer auf den Einladungen nicht zu nennen. Man hat zwar mit Herrn von Goldschmid diese Rücksicht gehabt, mit mir aber nicht. Ich streiche auf meinen Einladungen, um weiter keine Geschichten zu machen, das Loris einfach durch. Ich habe |weder Lust für Beratons Uebersetzung, die ich nicht kenne, einzustehen noch hätte ich eine von mir unterzeichnete Uebersetzung jemals von Beraton korrigieren lassen. Diesen groben Brief bekommen Sie, weil mir die anderen wurst sind, und Sie verdienen ihn auch, weil Sie bei der Besprechung (½ 11) wahrscheinlich schläfrig waren und nicht aufgelegt, Tactlosigkeiten zu verhindern.
Ich bitte Sie, zu veranlassen, dass mein Name auf den übrigen Einladungen ausgestrichen wird. Uebrigens ist der Stil der Einladungen ebenso hübsch als ihr Inhalt unzureichend – »werden zur Aufführung gelangen« ist gerade lächerlich »werden« – wieso? von wem? wodurch?
Das ganze sieht aus als ob schon eine (gescheidte) Erklärung vorangegangen wäre. l’Intrus ist eine directe Verfälschung, das Stück heisst l’Intruse. |Seit wann ändert man Titel?
Ich weiß noch nicht, ob ich mich entschließen werde, diese Wische auszuschicken. Wozu haben Sie dann gestern die Geschichte vor mir festgesetzt? Wozu sind überhaupt Besprechungen, wenn hinterdrein immer alles geändert wird?
Ekelhaft!
Loris.
    Bildrechte © University Library, Cambridge