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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 7. 1892
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [14. 7. 1892 – 18. 7. 1892?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,21
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.254 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von Schnitzler auf der ersten Seite mutmaßlich bei der Durchsicht der Korrespondenz 1929 datiert »14. 7. 92«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 22.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 14. 7. 1892. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00104.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00104«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 14. 7. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 14. 7. 1892

|Lieber Hugo,

von Salten erfahre ich, dass Ihr Vater krank war, aber bereits wiederhergestellt ist. Hoffentlich erholen Sie sich zugleich von Ihrer Verstimmung und Abspannung und verbringen den kommenden Sommer und Herbst in so reicher Fülle des Innern und Äußern, wie ichs Ihnen von Herzen wünsche. –
Gestern starb mein Großvater; |in wenigen Tagen reisen meine Eltern ab, und ich übernehme die Praxis meines Papa.
Seit einiger Zeit bring ich es zuwege, auch nachts literarisch zu arbeiten, und ich hoffe, meine angefangenen Sachen werden trotz anderweitiger Thätigkeit wohl fortschreiten können.
– Hebbels Briefe lese ich jetzt, Lessing’s Leben von seinem Bruder geschildert, Annalen von Goethe. |Hebbel war wohl nach Goethe der größte Geist, den die Deutschen in dem Jahrhundert gehabt haben; manchmal kommt mir vor, dass man ihn vor Nietzsche wird nennen müssen. Ich bin jetzt bei der Periode seines Lebens, wo er auf der Verlegersuche ist und auf Gutzkow, Laube, Mundt, Körner, zuweilen wohl auch auf Schiller schimpft. Er hat aber auch noch manches andre zu sagen. – Wissen Sie, dass er eine |Jungfrau von Orleans schreiben wollte? –
Von Richard hör ich nichts. Sie? –
Von Ihnen hoffe ich bald schönes und gutes zu erfahren; empfehlen Sie mich bitte den Ihren aufs wärmste.
Ihr Arthur
14. 7. 92.
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main