|Lieber Richard,
ich habe eine Bitte an Sie. Wollen Sie die Liebenswürdigkeit haben, mir für Sonntag Abend einen Sitz
ins Volkstheater zu besorgen? Gern ginge ich
mit Ihnen, Sie werden aber wohl Samstag gehn? – Vielleicht sitzt Loris oder |Salten oder Schwarzkopf an meiner Seite? –
Dass ich den Sitz am liebsten Mittelgang Ecke, 1, 2, 3, oder 4. Reihe hätte,
brauch ich Ihnen nicht zu versichern. – Finde ich ihn nicht bei mir, so schmeichle ich mir mit der Hoffnung, dass Sie ihn mir am Sonntag Nachmittag um 5 Uhr persönlich überbringen wollen; jedenfalls würde
ich |mich sehr freuen, Sie und die oben
genannten, wenn Ihr nichts bessres vorhabt, auf eine Stunde bei mir zu sehn.
Sonntag früh komm ich nämlich an.
Herzliche Grüße und entschuldigen Sie die Mühe gütigst! – Grüßen Sie mir auch die
andern! Ich befinde mich sehr wohl – |es ist kein
leerer Wahn, – was kein leerer Wahn, folgt mündlich.
Der Ihrige herzlichst
Arthur
Arthur
Abbazia, 8. 3. 93.
Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale