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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 11. 8. 1893
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [11. 8. 1893 – 15. 8. 1893?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,38
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 5 Seiten, 1.698 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von Schnitzler mutmaßlich bei der Durchsicht der Korrespondenz 1929 datiert: »11. 8. 93«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 43–44.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 11. 8. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00251.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00251«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 11. 8. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 11. 8. 1893

|Lieber Hugo,

Ihr Feuilleton über Annunzio hab ich mit großer Freude gelesen; es ist eins Ihrer schönsten, mit weiten Ausblicken. – Ist von dem Mann was ins Deutsche übersetzt? –
– Denken Sie, mir ist man endlich draufgekommen, dass ichauf die sexuellen Instincte der Menge speculire und |meine »cynischen«, »plumpen« Sachen mit verletzender Absichtlichkeit schreibe – (offenbar um mittelst meiner Trivialität viel Geld zu machen.) – Der Ruhm dieser Entdeckung gebührt der Wiener Abendpost, welche im übrigen zugleich Geschmack genug hat, die Leichtbeschwingtheit Ihrer Verse zu loben. (Referent Bruno Walden.) –
Meine Absicht geht vorläufig dahin |Ende nächster Woche ins Pusterthal zu reisen, und vielleicht von dort per Bic. nach Wien zurück. (Salten ist bereits unten.) – Paul Goldmann will im September nach Salzburg kommen; vielleicht läßt sich eine Zusammenkunft Ende August arrangiren?
Wie sind Ihre Pläne? Schreiben Sie doch was darüber. Arbeiten Sie was? Meine kleine Novelle ist bis auf wenige Zeilen fertig. |Das hab ich Ihnen schon geschrieben. – Jetzt schreib ich ab und zu ein paar Verse an dem »allegorischen« Gedicht; bedauere aber sehr, nicht die ausreichende Befähigung dazu zu haben. –
Den Mut zu was größerem, das wird Sie nach alledem nicht wundern, hab ich noch nicht erlangt. – Unter vier Augen: das Volkstheater beginnt mit mir (wegen »Märchen«) zu unterhandeln; ich sage Ihnen – Zustände!! – Weiteres darüber mündlich.
|– Wie gehts dem aegyptischen unanständigen Stück? – Wenn es nur aegyptisch wäre, läge es der Allgemeinheit zu fern! – Der Tod Kafka’s ist Ihnen wohl bekannt worden? –
– Hören Sie was von Fels? – Schreibt Ihnen Richard? –
Sind Sie vergnügt? –
Herzlich der Ihre
Arthur
Wien, 11. 8. 93
Sie müssen Bicycle fahren lernen!
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main